Philosophie

Reiten und Reiten sind sind oft zwei Paar Stiefel!
Lektionen oder auch einen spektakulären Tölt runterreißen ist definitiv nicht wirklich schwierig, das kann jeder relativ schnell lernen!! Anders sieht es aus mit harmonischem Reiten, gepaart mit gesundem, korrektem „über den Rücken“ Reiten. Das sieht man nicht oft. Dieses höhere Ziel möchte ich Ihnen näherbringen. Dafür bedarf es meines Erachtens dreierlei Voraussetzungen:

–  als Antrieb darf einzig und allein die Liebe zum Pferd gelten
–  zweitens führt der Weg dorthin über reell erlerntes Handwerk.
Ein großer Anteil macht  die Bodenarbeit und das Longieren aus.

–  unbedingt erforderlich sind drittens ausreichend Zeit und Geduld

Zeit die es braucht, um ein Pferd, ganz gleich welcher Rasse, mit Hilfe korrektem und planmäßigem Longieren und Bodenarbeit geradezurichten; das heißt ins Gleichgewicht zu bringen, und somit von Verspannungen zu befreien. Diese Zeit lohnt sich tausendfach. Alles Nachfolgende wird einfacher, leichter und besser.
Besonders augenfällig wird eine nicht beseitigte Schiefe in den „hohen Lektionen“, ganz gleich ob in der Piaffe oder dem versammelten Tempo Tölt, ebenso wie am anderen Ende der Skala der Ausbildung zb im Rennpass, starken Trab oder im starken Tempo Tölt.
Aber auch im Alltag, irgendwo zwischen Trag- und Schubkraft, offenbart sich die nicht beseitigte schiefe mannigfaltig in Steifigkeiten jeglicher Art (passiger Tölt), in (Galopp-)rollen im Tölt, in mangelhafter Haltung in allen Gängen (Pferd trägt sich über Unterhals), in Schwierigkeiten im Galopp (Einseitigkeit, Kreuzgalopp, Takt und Tempo) und last „but not least“ auch in gesundheitlichen Problemen
( Lahmheiten) und auch Verhaltensauffälligkeiten.

Ich möchte, dass es Ihnen gelingt, Ihr (Gang)Pferd gesund und harmonisch über den Rücken zu reiten. Wichtig dabei ist mir, dass sie immer verstehen warum sie was machen.
Ganz gleich ist mir dabei, ob sie dressurmäßig aufbauen wollen, taktklar bei schöner Haltung um die Ovalbahn sausen oder einfach mit einem rittigen lockeren Pferd Spaß im Gelände haben wollen

Ein Wort zur Bodenarbeit

Bodenarbeit in Vollendung bis zu den Lektionen der hohen Schule ausgeführt ist definitiv Kunst. Der Anfang einer jeden Kunst liegt jedoch im Handwerk. Dies beginnt optimalerweise bei der Ausbildung des Jungpferdes. Die planvolle detaillierte Vorbereitung auf das „Gerittenwerden“ ist von unschätzbarem Wert. In gleichem Maße profitiert aber auch jedes Korrekturpferd von der logischen natürlichen Entwicklung durchdachter Bodenarbeit.
Lässt das junge Pferd sich brav führen, lernt es am Boden alle weiteren Elemente der Ausbildung, die wir später beim Reiten benötigen. Geht es dann ans Reiten selber ist das Pferd nicht nur locker und geschmeidig, geradegerichtet, es kennt auch schon wichtige Dinge, wie Stellung, Biegung und Seitengänge….beste Voraussetzungen für eine entspannte Ausbildung.