Beispiel für die verbesserung des tölts innerhalb einer einheit durch gymnastizierung

„Wenn man einmal gespürt hat wie es sich anfühlt “ über den rücken“ zu tölten, will man nie mehr auf einem „brett“ sitzen, das nur seine beine bewegt!“

ich möchte euch , wie ich finde spannende bilder vom dienstag in murnau nicht vorenthalten. Es geht hier um die entwicklung des tölts in dieser einheit.

dass diese beiden nun an das reelle töten „über den rücken“ gelangen, ist im übrigen dem zusammenspiel einiger faktoren zu verdanken

–  osteopathische behandlungen, dieses thema wird leider oft vernachlässigt, die ponys laufen oft noch trotz massiver körperlicher blockaden ohne zu jammern, es passiert erst etwas wenn sie dann lahm gehen, wir verlangen einiges  von ihnen, setzen uns drauf reiten sie, mindestens ein check pro jahr sollte sie uns wert sein.

– penible sattelanpassung, gleiches thema, wir setzen uns drauf, viele sattel sind zu eng, zu lang, zu hart oder sonst irgendwie nicht passend…macht euch die mühe, die ponys sind die LEID -TRAGENDEN

– reelle ausbildung mit zeit und liebe….

 

…all dies und eine pferdegerechte haltung ist hier gegeben, gute voraussetzungen für schöne reelle entwicklungen:

erstes bild: nach viel schrittarbeit, mit fokus auf die geraderichtung individuell d i e s e s pferdes ( in balance setzen!!!) , weiteres lösen und in balance setzen durch vorwärts-abwärts traben (!) , tölten die beiden an, ohne den kopf mit der hand zu tragen, schon mal schön, aber noch leicht passig, der rücken ist noch nicht engagiert

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hier unten sieht man, dass nach etwas freiem vorwärts reiten der takt besser wird, das pferd sucht mehr zur hand, aber immer noch leicht bergab

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unten: nach etwas gymnastizierung im tölt, vor allem eine art verkleinern und vergrößern des zirkels bekommt das pony eine bessere haltung, ohne dass am zügel zu gezogen wurde, er kommt mehr und mehr „von hinten“, das vorne ergibt sich…sehr schöne anlehnung hier, die reiterin trägt lediglich das gewicht der zügel

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nächstes bild, ok, aber es geht besser , sie sind auf dem zirkel, stellung und biegung fehlen, deshalb etwas auf der innenschulter

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dieses letzte bild zeigt gut den unterschied zu oben, wie  durch stellung und biegung alles nochmal mehr qualtität bekommt, schönere haltung, das pony wird auf rechtes hinterbein gesetzt, mehr „geschlossen“, kommt „durchs genick“, ohne den hals mit der hand zu verkürzen, genick höchster punkt, eine schöne relative aufrichtung ist ( von hinten nach vorne) entstanden

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Ein wunderschöner erster moment, mit der zeit kann die reiterin noch mehr vom innenzügel wegkommen, die hinterhand noch etwas mehr anfragen, aber diese art reell über den rücken zu tölten ist sehr anstrengend für die pferde, darf nicht zu lang gefordert werden, in kleinen phasen ausgedehnt

einen besseren tölt bekommt man nur durch das in balance setzen mittels planvoller, penibler gymnastizierung, nicht durch um die ovalbahn rasen…wurde ein pferd auf diese weise ins gleichgewicht gesetzt, kann man auch reell an höherem tempo arbeiten…

ich danke der reiterin sehr, dass ich diese bilder benutzen durfte…dies ist einer der momente in denen man sich als ausbilderin kurz wünscht selber drauf zu sitzen, dieses gefühl ist wunderbar…viel spass noch ihr zwei!!

 

„Wenn man einmal gespürt hat wie es sich anfühlt “ über den rücken“ zu tölten, will man nie mehr auf einem ( unglücklichen) „brett“ sitzen, das nur seine beine bewegt!“

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